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(Video- und Foto)-Tagebuch
Vanessa und Thomas Wascher
Camino de Frances
07.08. bis 27.08.2011
07.08.2017
Unsere Reise auf dem Camino de Santiago (Camino Francés) begann in Burgos. In Burgos holten wir uns auch direkt unseren ersten Stempel in der wunderschoenen Kathedrale ab und deckten uns im naechsten supermercado mit Essen und Trinken ein. Unser Weg fuehrte uns ueber die Orte Tardajos, Rabé de las Calzadas bis hin nach Hornillos de Camino. Auf dem Weg selber gab es leider nicht viel mehr als Feld zu sehen, jedoch waren wir nicht die einzigen Pilger auf diesem doch eher zaehen Weg. Vor allem begegneten uns viele Fahrradfahrer. Auf den letzten 5 Km stiessen wir dann auf eine kleine Wasserquelle. Nach der ganzen Anstrengung und der Hitze, schien diese wie eine Oase. Das Wasser schmeckte allerdings ziemlich nach Eisen, weswegen wir uns entschlossen es nicht zu trinken, sondern uns lediglich damit das Gesicht zu waschen. Nach einer kleinen Pause marschierten wir gestaerkt und mit neuer Kraft weiter. Jedoch verließ sie uns schnell wieder, als wir auf einem ziemlich steinigen Weg bergab laufen mussten (Achtung Rutschgefahr!). Wer hier mit qqqSandalen rumlaeuft, muss doch Lebensmuede sein! Naja dementsprechend findet man auch viele abgelatschte Treter am Wegesrand. Natuerlich entdeckten wir auf dem Weg auch die kleinen Steinhaufen, die man ueberall auf dem Jakobsweg finden kann. Sie stehen für die Last der Pilger, welche sie auf dem Weg niederlegen und zuruecklassen.








08.08.2017
2ter Tag unseres selbstgewählten Opfergangs.... lol. Über 20 km über Stock und Stein im endlosen Nichts.... Obwohl heute morgen gings besser als gestern. Trotz Blasen die wir nun beide haben. Die Nacht in Hornillos del Camino im Casa del Sol (die haben immer so tolle Namen) war gut. Wir verzichteten darauf zu frühstücken und wollten das auf dem Weg nachholen. Der erste Ort San Bol war ausgestorben ausser einer Herberge sodass wir erst in Hontanas eine Pause machten... Der Ort liegt in einer Talsenke sodass er erst auftaucht wenn man kurz davor ist. Wie eine Oase des Glücks. Dort haben wir erstmal eine Stunde Pause gemacht, was gegessen und neue Getränke ge- kauft. Dann weiter bis Castrojeriz. Wieder über einen endlosen steinigen und baumlosen Weg in der prallen Sonne. In Castrojeriz haben wir ein Zimmer bei Casa del Camping, wo alles ganz gut scheint. Wir bewegen uns allerdings zurzeit so als wären wir 80Jahre alt. Na Mal sehen wie es weiter geht. Ich weiss nicht ob wir heute alle Bilder hochgeladen bekommen, da die Verbindung Bescheiden ist... Wird aber nachgeholt







09.08.2017 Der heutige Weg war die Hölle. Aber von Anfang an... Gestartet sind wir also in Castrojeriz, so weit so gut. Nur wenige Zeit später mussten wir einen Weg mit 12% Steigung durch die Berge bezwingen. Unsere Blasen unter den Füßen machten es uns nicht leichter. Oben angekommen machten wir erstmal eine Pause, bevor es wieder bei einem Gefälle von 18% herab ging. Tatsächlich sah es vom weiten schlimmer aus als es war, da es ziemlich am Anfang war und wir noch Kraft hatten. Jedoch zeigte sich schon kurze Zeit später, dass es eine ziemliche Herausforderung für unseren Körper war. Der Weg der folgte war genauso öde wie die davor. Der Weg konnte also nicht wirklich von den Schmerzen ablenken. Jedoch machten wir ziemlich schnell Bekanntschaft mit einem französischen Architekten. Von nun an gingen wir also zu dritt. Irgendwo an einem kleinen Rastplatz machten wir eine Pause. Ein Spanier bot den Pilgern dort Essen und Trinken für eine kleine Spende an (das Obst war lecker). Nicht viel weiter entdeckten wir eine kleine Kapelle, einer italienischen Gemeinde, in der auch bis zu 8 Mann schlafen können. Wir holten uns einen Stempel und ließen uns von den zwei netten Italienerinnen zu einem leckeren Espresso überreden. In dem kleinen Dörfchen Itero de la Vega trennten sich die Wege von uns und dem französischen Architekten. Wir gingen in ein kleines Restaurant und aßen Calamris (schmecken genauso wie die Fertigdinger aus Deutschland). Weiter ging es in das Dorf Boadilla de Camino (Achtung dort gibt es eher weniger Beschilderung!) Der Rest des Weges war die reinste Tortur. Nicht nur, dass uns die Füße brannten, auch das große und weite Nichts macht einem psychisch ziemlich zu schaffen. Man hat das Gefühl man käme nie ans Ende und die Wege ähnelten eher Schotterpisten. Jeder Schritt schmerzte und man fragte sich, warum man eigentlich auf die Idee kommt sich diesen Mist anzutuen? Irgendwann verließ einen auch die Lust, aber aus irgendeinem Grund stand man von jeder Pause wieder auf und ging mit seinen schmerzenden Beinen, schmerzenden Füßen, Hunger und was einen sonst noch so plagt, weiter. In Frómista angekommen, buchten wir ein Zimmer mit 2 Betten in der Albergue Canal de Castilla für 30€.



PS: Was Vanny vergessen hat zu erwähnen: Für ihre Strapazen hat der liebe sie Gott heute mit einem Wunder beschenkt, als sie ihre Klausurnote im Internet abgerufen hat.... ☺


nicht jeder peregrino (Pilger) schafft den Weg wie der Grabstein von Peregrino Jose G. Valino (hier gestorben 2006 im Alter von 62 Jahren) zeigt....






10.08.2017b
Heute Entspannungstherapie... Mit der Bahn bis Leon. Wir wollten unbedingt Mal wieder so etwas wie eine Stadt sehen. So 'ne richtige mit richtigen Strassen und richtigen Geschäften und richtigen Menschen. Dabei haben wir Jennifer aus Bayern getroffen die von jetzt ab mit uns reisen möchte, weil ihr bisheriger Begleiter ihr zu stressig war...
In Leon waren wir Sightseeing, Essen und Wäsche waschen. Und haben unsere Wunden geleckt.
Ab morgen geht's dann wieder weiter mit dem marschieren.... Aber dann - hoffentlich - über richtige Straßen. Heute nur zwei Bilder.,.. morgen wieder mehr....


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11.08.2017
Der heutige Weg führte uns von Astorga in das 16 km entfernte Dorf El Ganso. In Astorga deckten wir uns in einem SPAR Laden mit Essen ein. Die Verkäuferin ist Pilgern mit Rucksäcken jedoch nicht so freundlich gesinnt, was sie mir auch direkt zu verstehen gab. Wir überlegten eine Herberge in Santa Catalina de Somoza zu buchen. Da uns der Herr des Hauses das Zimmer jedoch teurer verkaufen wollte, als im Reiseführer angegeben, entschieden wir uns weiter zu gehen. Bis El Ganso. In El Ganso leben so knapp 40 Leute. Es gibt 2 Herbergen zur Auswahl und einen kleinen Laden. Wir entschieden uns für die 2 Herberge. Der Schlafplatz im 11-Betten-Zimmer kostete uns nur 8€. Es gab gratis WLAN und unten eine kleine Küchenzeile zum Kochen. Kaffee, Kakao und Kekse gabs umsonst. Oben gab es zwei Badezimmer. (Das Dorf leidet an Wassermangel, daher wird man gebeten nicht zu viel unnötiges Wasser zu verbrauchen).
Gaudi-Schloss in Astorga







12.08.2017
Wir schliefen trotz einigen Lärms und eines Schnarchers relativ gut. Die ersten Pilger standen gegen 6 Uhr auf und wir so gegen 7.30 Uhr. Nach einem warmen Kakao ging es dann los. Unsere Begleitung Jennifer hatte leider keine mentale Kraft mehr weshalb wir nach knapp 10 km ein Taxi nach ponferrada nahmen. Wir wollten sie nicht mit den taxikosten hängen lassen und sind mitgefahren. Wir mussten uns aber von ihr trennen weil sie nur noch die letzten 100 km gehen (also ab ponferrada bis sarria mit dem Zug/Bahn weiter fahren) möchte. Das ist uns zu wenig. In Ponferrada haben wir uns die Templerfestung angesehen und danach haben wir uns verabschiedet. Traurig, denn sie war uns ans Herz gewachsen, aber das ganze mit dem Pilgern und so war einfach nicht ihr Ding. Ausserdem hatte sie wohl Heimweh... morgen ziehen wir weiter. 22 km bis Villafranca del Bierzo... bei vermutlich um die 33 bis 35 Grad.






13.08.2017
Von Ponferrada aus, machten wir uns auf den Weg nach Villafranca del Bierzo (22 km). Die Pilgerzeichen führten uns durch Weinanbaugebiete, natürlich steinig. Es kam uns alles etwas entspannter vor als die bisherigen Wege (bis auf einen kleinen Berg), weil wir uns wohl an die Strapazen ziemlich gewöhnt haben. Nur die Hitze macht uns noch zu schaffen. 33 Grad sind toll am Strand, aber nicht in baumloser Einöde beim kilometerlangen wandern. Kurz vor Schluss kamen wir durch ein winziges ärmliches Dorf, wo uns ein kleines Mädchen ihre selbstgemachten Armbänder verkaufen wollte, um sich die Stromrechnung leisten zu können (wörtlich sagte sie, um Fernseher schauen zu können). Naja, als gute Menschen kauften wir uns 2 Armbänder für jeweils 2 Euro (sind auch recht hübsch). Geschlafen wird heute in einer städtischen Herberge für nur 6 Euro mit 8 anderen in einem Raum. Die Herberge ist sauber und verfügt über eine Küche und 2 Badezimmern. Wäschewaschen kann man hier zwar auch, aber dafür reicht unsere Wäsche noch nicht.
Morgen kommt ein sehr harter Tag. Viele Höhenmeter und 30 Kilometer. Bei bis zu 36/37 Grad.






14.08.2017

Der Tag begann gut. 30 Km und 7.5 Stunden Marschdauer waren geplant, aber es wurde nicht so Heiss wie angesagt und wir waren auch sehr früh (6:45 Uhr) los. Außerdem schien der Weg anfangs easy. Die ersten Höhenmeter fielen uns daher auch nicht schwer. Insofern waren wir lange guter Hoffnung das alles nur halb so wild wird.
Das änderte sich 8 km vor unserem eigentlichen Ziel o Cebreiro. Steile Höhenmeter - anfangs auf Asphalt - wandelten sich abrupt in noch steilere Höhenmeter auf Fels und Stein. Im Schnitt 12 bis 15% Steigung. Teilweise deutlich darüber. Da scherzten Vanny noch dass es halb so wild wäre, solange es nicht die ganzen restlichen Kilometer so weiter ginge. Tja das tat es dann aber... immer wenn wir dachten es müsste doch jetzt vorbei sein nach der nächsten Kurve, ging es weiter und weiter. Steiler und noch steiler, felsiger und noch steiniger als zuvor. Irgend wann dachten wir beide kurz daran einfach stehen zu bleiben und aufzuhören. Aber das ging natürlich nicht. Also trieben wir uns weiter und weiter bis nach ca. 5 km im nirgendwo in einem Ort der auf keiner Karte verzeichnet ist, eine Herberge auftauchte. Knapp 2 km vor unserem eigentlichen Ziel O Cebreiro. Sofort beschlossen wir da zu Übernachten. Wie viele Pilger vor uns. Die Herberge war praktisch ausgebucht bis auf ein teures Doppelzimmer. Das haben wir dann genommwn. Zu essen gab's ein Menü aus Suppe (ich) bzw. Russischen Salat (Vanny) und Rippchen mit Pommes und je ein Dessert.
Danach wollten wir nur noch ins Bett.











15.08.2017
Wie immer am Morgen danach, schienen unsere Körper von den Strapazen vom Vortag gut erholt. Deswegen und nach dem gestrigen Erlebnis das (hoffentlich) nicht mehr zu zu toppen ist, machten uns die ständigen Höhenmeter auf den folgenden Gipfeln (1500m, 1270m und 1337m) nicht allzu viel zu schaffen. Obwohl das letzte Stück auf den Alto do Poio in 1337m Höhe noch mal gut 16/17% Steigung aufwies und Herz und Lunge zum pumpen brachte. Aber es war zu kurz um uns zu schocken. Wir passierten unterwegs den Grenzstein von Galicien um den Vanny wie zugesagt 3 Mal vor Dankbarkeit herumging. Siehe Video.
Der lange, öde und zähe Abstieg machte uns dagegen etwas mehr zu schaffen weshalb wir 2.9 km vor Triacastela ein Herberge aufsuchten zumal es zeitlich knapp wurde und wir in Triacastela vielleicht kein Zimmer mehr gefunden hätten. morgen geht's nach Sarria. Der 100km Grenze bis nach Santiago.










16.08.2017
Unsere heutige Reise begann in Fillobal und führte uns in den Ort Sarria. Wir starteten ziemlich früh (06:30 Uhr) morgens, was sich später als gute Idee herausstellte, da wir heute sage und schreibe 10,5 Stunden für diesen Abschnitt des Jakobsweg brauchen sollten. Eigentlich weit oberhalb unseres Limits.
Obwohl der Weg anfangs im dunkeln etwas schwer zu finden war und an einer Feldstelle die Pfeile sogar in die andere Richtung (Achtung Falsch! Einfach weiter geradeaus!) zeigten, kamen wir zuerst gut voran. Aber der erste Teil der Strecke geht immer super. In Tricastela machten wir unsere erste Pause in der Albergue ATRIO wo wir einen leckeren Kaffee tranken. Am Ende des Ortes kommt es zu einer Weggabelung und man kann sich zwischen zwei Wegen entscheiden. Nach Rechts führt der nur etwa 13 Km lange Weg “San Xil“. Wir entschieden uns jedoch für den Linken Weg über den Ort “Samos“, der mit seinen etwa 20 Km zwar länger ist, jedoch entspannter sein soll (Nun ja, wenn dieser "entspannter" war, dann muss der andere die Hölle gewesen sein). Wir fanden ihn jedenfalls ziemlich anstrengend, mit vielen Höhenmetern, den typischen schlechten Wegen und dazu endlooosss laaaang. In Samos angekommen wollten wir unsere erste Mahlzeit zu uns nehmen. Wir bestellten gegen 12 Uhr ein Mittagsgericht, worauf uns die Bedienung eher unfreundlich darauf hinwies, dass in Spanien erst gegen 14-15 Uhr Mittag gegessen wird (Halloooo?) Nun ja, da wir aber Hunger hatten und noch über 4 Stunden Fußmarsch vor uns hatten, bestellten wir es trotzdem und bekamen es auch. Es war auch sehr lecker!
Der Weg der folgte, fand kein Ende. Nach stundenlangem Auf und Ab an Kühen und Dörfern vorbei, die übrigens alle exakt gleich aussehen, verließ uns jegliches Zeit- und Raumgefühl! 500 Meter kamen uns vor wie 5 Km und die Zeit verging auch nicht. Irgendwann kam es uns vor, als drehten wir uns im Kreis (Auf dem Jakobsweg leiden eben nicht nur die Füße,sondern auch die Psyche). Mit schmerzenden Füßen und absoluter Demotivation erreichten wir endlich Sarria. Bilder haben wir heute nicht viele, weil wir irgendwann nur noch gingen wie Roboter....

17 bis 19.08.2017
Same procedere als every day: Laufen, laufen, laufen, essen/trinken, laufen, laufen, laufen, essen/trinken, schlafen. Irgendwo zwischen 26 bis 36 Grad, Mal auf Geröll, selten auf Asphalt, aber immer bergauf. am 18.08. haben wir 25 km in sage und schreibe 5,5 Stunden zurück gelegt. Ein Schnitt von fast 4.4 km/h. Ein sagenhafter Wert der mit 9 Kilo Gepäck praktisch nicht zu schaffen ist. normal sind Werte unter 3.5 km/h. Ansonsten gibt's nichts dolles zu berichten. Naja vielleicht das Vanny ihr Handy Kabel liegen gelassen hat und Papa zum Glück ein Ersatz dabei hat. Außerdem haben wir unsere Rückreise mit dem Bus klar gemacht. Die Albergue (Spanisch für Herberge) in Palas der Rei war nicht so toll weil wir unsere Betten in der Nähe der Toiletten und Waschräume hatten, weshalb wir sehr schlecht schliefen. übrigens: je näher man kommt ummso mehr Grabsteine von Pilgern die vor dem Ziel gestorben sind. Und die sind nicht alle uralt... Naja bei den Strapazen und Temperaturen... Bilder siehe 21.08.
20.08.2017
Unser heutige und vorletzte Etappe führte uns nach San Marco - Monte del Gozo. Um 6:45 machten wir uns im Dunkeln auf dem Weg. In O Pedrouzo machten wir einen Stop und frühstückten in der Pensión LO (5€ Buffet). Nach einem kleinen Abstecher zur Bank, ging unsere Reise weiter. Der Weg war eigentlich nicht besonders, wie immer eben. Jedoch werden es immer mehr Pilgerer!! Die meisten jedoch lassen ihr Gepäck von der Post oder Reiseunternehmen zu ihren Herbergen schicken. Während wir, wie zwei Blöde unser Gepäck die Berge hochtragen, hüpfen die Pilger ohne Gepäck fröhlich an uns vorbei. Naja, das sind wir wohl selber schuld! Nach 6 Stunden und 25 Km erreichten wir die offizielle Herberge von Monte do Gozo. Zur Zeit mit 704 Betten und mit 30 x 176 (=5280) Betten, wenn alle Gebäude geöffnet sind. Hier gibt es drei Waschmaschinen, die wir direkt nutzten um das letzte mal unsere Wäsche zu waschen. Wäscheklammern sind hier jedoch Mangelware und man muss sie sich vom Boden zusammensammeln... Morgen geht es auf zur letzten Etappe nach Santiago de Compostela (ca. 5Km).... Endlich. Bilder siehe 21.08
21.08.2017
Da sind wir nun. Santiago de Compostela. Wir sind um 6.45 uhr los und kamen um 8:45 Uhr in den Aussenbezirken an. Da lag die Stadt noch im Tiefschlaf, denn in SdC beginnt das Leben erst um 9 Uhr ganz allmählich bis sich gegen 11 bis 12 Uhr der Hauptstrom der Pilger in die Stadt ergießt. So war auch die Schlange am Pilgerbüro, wo wir die "La Compostela" also die Pilgerurkunde erhalten, relativ klein. Wichtig hier ist, dass beim Fragebogen als Grund für das Pilgern "religiöse" Gründe angibt. Ansonsten erhält man nur eine einfache Touristenurkunde. Wir haben aber eine "echte".
Danach sind wir erst mal frühstücken und wollten dann in die Messe, aber Vanny wurde plötzlich schlecht und wir entschieden dies auf morgen zu verschieben. Also gingen wir erst mal in unsere Herberge. Dabei handelt es sich um eine uralte aber sehr gut erhaltene, riesige klosteranlage mit unzähligen Betten pro Schlafsaal. Ein wenig muten die Schlafsäcke wie die Krankenhäuser in Zeiten der Pest an.... Aber es gibt hier alles, einschließlich Küche mit Kochgeschirr und Besteck, Fernseh- und essraum, einen kleinen laden, usw. Alles ist hier aber gemischt, d.h. auch Duschen,Waschräume und Toiletten sind für Männchen und Weibchen. Allerdings: Das Kloster liegt auf einem Hügel hoch über der Stadt und erlaubt eine grandiose Aussicht.
Morgen gehen wir zur Messe und dann machen wir die Nacht durch und dann ab nach Hause.







































22.08.2017
23.08.2017
24.08.2017
25.08.2017