Tipp Nr. 14: Hinreise

Fliegen sie nach Bilbao. Es ist für Radfahrer der leichteste, schnellste und einfachste Weg und nicht selten sogar der billigste. AIR BERLIN bietet Flüge schon für knapp unter 200 EUR nach Bilbao an (leider Ankunft meistens an Sonn- und Feiertage), wenn sie frühzeitig buchen. Dasselbe gilt für Ryanair. Das Problem bei Ryanair ist, das es gar nicht so billig wie angepriesen und der Service eine Zumutung ist und sie online 1 bis 14 Tage vorher einchecken und die Bordkarte ausdrucken müssen. Letzteres Problem lässt sich zwar locker durch Internetcafés in Santiago de Compostela lösen (siehe Tipp Nr. xx) und wenn sie den Kundendienst anschreiben dürfen sie auch schon 30 Tage vorher (zuhause) einchecken und ausdrucken, aber bei Ryanair ist der Fahrradtransport teurer als bei Air Berlin, sie müssen für jedes bisschen extra bezahlen und falls sie stornieren müssen, geht das bei Ryanair nicht und sie zahlen den vollen Preis. Und das Personal von Ryanair ist manchmal sehr schwierig – gerade in Spanien - und erkennt hin- und wieder Ihre ausgedruckte Bordkarte nicht an und zockt so nochmal 40 EUR bei ihnen ab, weil sie die Karte für sie ausdrucken müssen. Also Ryanair kann ich beim besten willen nicht empfehlen.

Die Hinreise per Bahn wäre theoretisch auch möglich, aber da der Deutschen Bahn (bzw. deren Angestellten) nicht bekannt ist, das der TGV auch Fahrräder mitnimmt (zumindest verpackt; einige TGV's haben aber auch eine Fahrradabteil), gestaltet sich die Bahnreise mit Rad als sehr schwierig zu buchen bzw. als unmöglich, da sich in der Regel die Bahnangestellten an den Auskünften der DB (zumindest hier in Bonn) standhaft weigern Geld zu verdienen. Sie müssten das schon alles in Eigenregie planen, also z. B.

a) mit der Deutschen Bahn bis Paris (im Fahrradabteil); siehe www.deutsche-bahn.de

b) von Paris bis Irun/San Sebastian mit dem TGV (im Fahrradabteil oder Fahrrad verpackt; z. B. in einer Fahrradtasche); siehe www.tgv-europe.de

c) von Irun/San Sebastian mit der Feve bis Bilbao (im Fahrradabteil; meistens hinten in der Bahn); siehe www.feve.es;

Kosten: ca. 220 - 270 EUR;


Oder sie buchen ganz normal eine Bahnfahrt von Deutschland nach Spanien bei der Deutschen Bahn und nehmen ihr Fahrrad einfach verpackt mit. Es ist immer möglich das Fahrrad verpackt in einer Tasche oder Koffer als Gepäck mitzunehmen. Das Fahrrad muss dann auseinandergebaut (Lenker ab, Sattel ab, Räder ab, Pedalen ab und alles mit Kabelbindern am Rahmen befestigen) und dann in einem handelsüblichen Fahrradkoffer oder in einer Fahrradtasche verstaut werden. Fahrradtaschen gibt es ab ca. 60 EUR, Fahrradkoffer ab ca. 130 EUR, siehe z. B. http://www.bruegelmann.de/fahrradzubehoer/fahrrad-transport-storage/fahrradkoffer-online-shop.html

I. d. R. wird man weder in Deutschland noch in Frankreich noch in Spanien dieses „Gepäckstück“ monieren, wobei sie aber darauf achten sollten, es möglichst klein zu halten. Es stellt sich aber nach der Ankunft in Spanien die Frage, wohin mit dem Koffer oder der Tasche. Meine Empfehlung: Schicken sie es zurück nach Hause (zu erst mal zu Eltern oder Verwandten oder Bekannten) und wenn sie in 10 bis 11 Tagen nach Hause zurück fahren, dann versenden sie ihr auch ihr Fahrrad zurück. Wie einfach das geht, können sie unter Tipp Nr. 35 nachlesen.

In einem Bus ist das leider nicht möglich das Fahrrad in einem Koffer oder einer Tasche mitzunehmen, es sei denn sie bekommen das Gepäckstück (also den Fahrradkoffer oder die Fahrradtasche) auf ein Koffermaß (Länge + Breite+ Höhe) von 160 cm zusammengepresst. Aber das ist mit einem normalen Rennrad oder Mountainbike nicht möglich. Das ist schade, denn eine Busfahrt wäre die preiswerteste Lösung. Für z. B. 130 EUR bekommt man schon eine Fahrt von Bonn/Köln bis nach Bilbao.

Allerdings ist es möglich sein Fahrrad postlagernd z. B. per UPS an MBE (Mailboxes Etc) in Bilbao vorauszuschicken. Laufzeit: 4 bis 6 Tage. Kosten: ca. 110 EUR inkl. Verpackung. Oder - wenn sie meinen Tipp Nr. 17 folgen und 2 Tage in Bilbao verbringen und zudem ein Zimmer in der Jugendherberge im voraus gebucht haben - schicken sie 4 Werktage vor ihrer Ankunft das Fahrrad per UPS an die Jugendherberge c/o zu ihren Händen. In diesem Falle können sie bequem zwischen Bus oder Bahn wählen und müssen sich um Ihr Rad keine Sorgen machen. Es kann passieren, dass das Fahrrad nicht pünktlich ankommt; dann stehen sie natürlich auf dem Schlauch und müssen ein paar Tage später starten. Aber da es rund um Bilbao genug zu sehen und erleben gibt, ist das nur bedingt tragisch und außerdem ist UPS ziemlich pünktlich.

Wenn ich noch mal die Möglichkeit hätte, würde ich - da ich an Flugangst leide - mein Fahrrad an die Herberge in Bilbao versenden und selber dann mit dem Bus nach Bilbao fahren. Die Rückreise würde ich in jedem Fall so gestalten, siehe mein Tipp Nr. 35 (Rückreisetipps)


Tipp Nr. 15: Reisen sie nicht an einem Sonntag oder Feiertag an. Öffnungszeiten.

Sie sollten auf jeden Fall an einem Werktag beginnen und auf nicht am Wochenende oder an einem Feiertag, wenn alle Geschäfte zu haben. Irgendwas brauchen sie immer am ersten Tag und wenn es nur Getränke und etwas zu knabbern ist. In Touristenzentren haben die Geschäfte oft auch Sonntags und Feiertags geöffnet, in z. B. Bilbao ist das aber nicht so. Außerdem haben oft die Touristeninformationen an Sonn- und Feiertagen geschlossen oder zu unmöglichen Zeiten geöffnet (z. B. von 8-11 Uhr).

Überhaupt sind die Geschäftsöffnungszeiten sehr gewöhnungsbedürftig. So haben sogar in Städten wie Santiago de Compostela selbst größere Supermärkte zwischen 14 und 16 Uhr (manchmal sogar zwischen 13 bis 17 Uhr) geschlossen, andererseits öffnen an manchen Touristenorten die Geschäfte auch am Sonntag und Feiertags. Meistens ist aber Feiertags und Sonntags tote Hose. Die Geschäfte haben nicht wie bei uns schon ab 08:00 geöffnet, sondern meistens erst ab 09:30 Uhr oder 10.00 Uhr. Und sie Schließen auch früher, auch die großen Supermärkte, i. d. R. bereits gegen 20:30 Uhr und nicht wie bei uns erst gegen 22:00 Uhr.

Besonders ärgerlich: Manche Oficinas de Tourismo gönnen sich auch schon mal freie Tage in der Woche, d. h. sie haben dann eben Montags geschlossen und/oder öffnen nur vormittags. Besonders krass ist das in Villalba (Vilalba). Wenn sie z. B. an einem Sonntag in Villalba ankommen, dann können sie Sonntags keinen Stempel holen, da das Tourismusbüro nur von 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet hat und sie das sicherlich nicht von Ribadeo nach Villalba bis zu der Uhrzeit schaffen. Und Montags können sie auch kein Stempel holen, weil das Oficina de Tourismo in Villalba an diesem Werktag geschlossen hat. Und schon haben sie eine Lücke von drei Tagen in ihrem Pilgerausweis, die sie dann u. U. dem Pilgerbüro in Santiago de Compostela erklären dürfen.



Tipp Nr. 16: Herberge in Bilbao

Für den Fall das Sie meinen Plänen folgen und ab Bilbao starten: Buchen sie ein Einzelzimmer (oder Doppelzimmer oder auch Mehrfach-Zimmer) für zwei Tage in der Jugendherberge

Albergue Bilbao Aterpetxea“

Ctra. Basurto-Kastrexana Errep., 70
48002 BILBAO
Tel.: 94 427 00 54
Fax : 94 427 54 79
E-mail :
aterpe@albergue.bilbao.net

oder direkt auf deren Webseite unter: http://albergue.bilbao.net/cast/introcast.html

Für zwei Tage deshalb, damit sie...

a) ...einen Tag Zeit haben sich zu akklimatisieren

b) ...etwas Puffer haben, falls sie Ihr Fahrrad mit der Post versandt haben

b) ...Bilbao besichtigen können. Bilbao ist die einzige Stadt auf dem Weg (außer dem Ziel Santiago de Compostela), für die es sich lohnt einen Tag der Besichtigung zu reservieren. Bei allen anderen Städten (sofern man von Städten sprechen kann) lohnt sich das nicht. Sicher sind auch Gijon oder San Vincente de la Barquera und auch Santander recht schön und auch Cudillero und Lurca interessant, aber da ist man schnell durch. Dafür einen Tag zu verschwenden macht keinen Sinn und ist auch nicht ganz ungefährlich, da man sich ja gemäß dem Pilgerausweis nirgendwo länger als zwei Tag aufhalten sollte. U. U. könnten dann im Pilgerbüro bei der Ausstellung der Compostela Probleme auftreten.

Diese Jugendherberge ist übrigens die einzige Herberge die ich uneingeschränkt empfehlen kann. Sie ist etwas teurerer als üblich (Preise von 18-28 EUR), aber die einzige mit hotelähnlichem Flair und vernünftigen Einzelzimmern. Mehr zu Hotels und Herbergen in diesem E-book und auf meiner Webseite www.thomas-wascher.de/herberge.html



Tipp Nr. 17: Bilbao

Bilbao ist die mit fast 400.000 Einwohnern mit Abstand größte Stadt die sie auf dem Pilgerweg antreffen werden. Selbst San Sebastian, Santiago de Compostela und Gijon können da nicht mithalten.

Bilbao hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten und man kann hier auch recht gut einkaufen und deshalb sollte man sich schon einen Tag Zeit nehmen, um die Stadt mal zu erleben. Und zu erleben und zu besichtigen gibt es viel, z. B.:

-die Zubizuri, eine stylische Fußgängerbrücke

-die Puente Colgante, eine wirklich schöne Hängebrücke

-die Kathedrale de Santiago

-das Fußballstadion von Athletic

-die Kirche von San Vicente de Abando

und natürlich das alles erdrückende, gigantische und architektonisch meisterliche Guggenheim-Museum.

Bilbao hat in den 90er einen erheblichen Wandel von einer Industriestadt zu einer Kulturstadt durchgemacht. Auslöser und Höhepunkt war dabei sicher das Guggenheim-Museum. Der Stadtumbau zur „Kulturstadt“ hat allerdings nur den oberen Establishment in Bilbao etwas gebracht. Auf den Arbeitsmarkt hatte es praktisch keinerlei Auswirkung. Ganz im Gegenteil: Die Arbeitslosenquote ist die höchste der ganzen Region, die Löhne in Bilbao sind die niedrigsten im ganzen Baskenland und gleichzeitig sind die Immobilienpreise, besonders um das Guggenheim-Museum, seit dem Städteumbau zur Kulturstadt explodiert.


Dementsprechend hoch sind die sozialen Spannung in der Stadt, zwischen und Reich und Arm, aber auch zwischen Basken, Spaniern und Migranten aus Afrika.

Einige Stadtteile, speziell des Bezirks Ibainodo, wie

-San Francisco

-La Vieja

-Zabala

sowie die Stadtränder sollten sie bei Nacht (aber auch am Tage) unbedingt meiden, da hier der Migranten-Anteil und die Kriminalität sehr hoch ist. Trotz schwer bewaffneter Guardia Civil, die hier mit Maschinengewehren patrouillieren, sind diese Stadtteile für Touristen alles andere als sicher.

Quelle: www.eltono.com

Der Auto- und LKW-Verkehr in und um Bilbao ist sehr stark ausgeprägt, die Straßen außerordentlich eng und teilweise extrem steil (Steigung von 14% bis 16% sind die Regel, aber es geht auch noch steiler). Gleichzeitig ist die Straßenführung oft sehr verwirrend und die Schilder zudem fehlerhaft oder gar nicht vorhanden oder unsinnig. Sich in Bilbao zu verfahren bzw. zu verirren ist völlig normal. Es geht gar nicht anders.

Radwege gibt es i. d. R. nicht und die Straßen außerhalb von Bilbao sind unglaublich gefährlich, da der Seitenstreifen oft sehr schmal ist - wenn überhaupt vorhanden - und die Aufstiege und Abfahrten extrem sind und zudem nirgendwo soviel auf den Nationalstraßen und Carretas gerast wird wie um Bilbao.

Aus diesem Grund empfehle ich ich dringend sich an meinen Tipp Nr. 18 zu halten.



Tipp Nr. 18: Verlassen sie Bilbao mit Bus oder Metro

Sie sollten zur ihrer eigenen Sicherheit Bilbao und seine Vorstädte mit Bus oder Bahn durchqueren und erst außerhalb des Bilbao-Molochs mit der Radreise beginnen. Das empfehle ich übrigens auch dringend Fußgängern, denn sonst kommen sie am ersten Tag nicht sehr weit und sind wahrscheinlich nach einem Tag immer noch im Dunstkreis von Bilbao (wahrscheinlich kommen sie dann gerade mal bis Portugalete an der Bilbao-Bucht).

Das Problem ist, dass die Ausfahrt/Ausreise aus Bilbao schnell mal 1-2, ja manchmal sogar 3 Stunden in Anspruch nimmt (was in keinem Verhältnis zur zurück gelegt Strecke steht). Ein Grund dafür ist die sehr enge, unübersichtliche und extrem steile Straßenführung in und um Bilbao, die sie zwingt (auch wenn sie Topfit sind) teilweise extreme Höhenmeter zurückzulegen. Sie werden – auch wenn sie fit sind – öfters gezwungen sein mal abzusteigen oder auszuruhen. Ein weiterer Grund sind die verwirrenden Schilder und Gassen die sie immer wieder auf die falsche Fährte führen. Und dazu kommt noch, das die Straßen in und um Bilbao sehr gefährlich sind. Hier wird gerast auf Teufel komm raus und der Lkw- und Bus-Verkehr auf den Straßen ist enorm. Und eben diese Fahrzeuge heizen rücksichtslos in Höchsttempo über die Strecken, obwohl die Carretas und Land- bzw. Nationalstraßen gerade hier besonders eng und wenig radfreundlich sind. Fast 50% aller Verkehrsopfer in Bilbao sind Touristen. Hinzu kommen nochmal 15% Mofa-oder Radfahrer-Verkehrsopfer (Quelle: http://www.dgt.es/was6/portal/contenidos/es/seguridad_vial/estadistica/publicaciones/accidentes_urbana/accidentes_trafico002.pdf)

Je weiter sie sich vom Kraken Bilbao entfernen, umso besser, weniger befahren und sicherer werden die Land- und Nationalstraßen. Sie sollten frühestens ab Portugalete, besser ab Santurtzi mit Ihrer Tour beginnen.

Damit ersparen sie sich zwar knapp 10 Kilometer Fahrt (oder wandern), und sie haben vielleicht deswegen ein schlechtes Gewissen, aber das müssen sie nicht. Erstens haben sie mit gut 79 Kilometern bis Santander noch mehr als genug vor sich und zudem müssen sie nur die letzten 200 km durchfahren, um ein Anrecht auf die Compostela zu haben.

Aber auch auf den letzten 200 km gilt: auf gefährlichen Teilabschnitten geht ihre Gesundheit vor, Fahren sie immer mit Bus und Bahn, wenn

a) ein Streckenabschnitt einfach zu gefährlich ist oder

b) sie so erschöpft sind oder Schmerzen haben (durch Blasen an den Füssen oder Gelenkbeschwerden, etc.), dass sie einfach nicht mehr weiter können oder

c) das Wetter so schlecht ist, das es anders nicht möglich ist sicher und gesund vorwärts zu kommen.

Sie haben zwei bzw. drei sinnvolle Möglichkeiten aus Bilbao herauszukommen:

-mit dem (Bizkai-)Bus A3115 (Abfahrt ab Bilbao-Abando) oder A3151 (Abfahrt ab Gran Vía de Don Diego López de Haro) bis Portugalete oder Santurtzi/Santurce

-mit der Metro bis Portugalete oder Santurtzi/Santurce (letzteres war meine Wahl)


Der Bus A3115 fährt ab Bilbao-Abando (auf der Calle Hurtado de Amezaga Nr. 1, ausserhalb des Bahnhofs) zu folgenden für sie interessanten Zeiten: 6:00, 7:40, 9:20, 11:00, 12:40. Dauer der Fahrt bis Santurtzi/Santurce: 50 Minuten. Die Strecke nach Santander verkürzt sich von 89 km auf ca. 79 km (bei Ausstieg Santurtzi/Santurce).


Der Bus A3151 fährt ab Gran Vía de Don Diego López de Haro Nr. 25 ab, genau gegenüber dem „El Corte Ingles“. Von 07:05 Uhr bis 22:05 Uhr alle halbe Stunde. Dauer der Fahrt bis Santurtzi/Santurce: 45 Minuten. Die Strecke nach Santander verkürzt sich von 89 km auf ca. 79 km (bei Ausstieg Santurtzi/Santurce)


Die Metro fährt von Bahnhof in Bilbao-Abando ( Calle Hurtado de Amezaga Nr. 1) ab und das in der Hauptverkehrszeit ab ca. 6.07 alle 5 Minuten in Richtung Portugalete bzw. Santurtzi/Santurce. Dauer der Fahrt: ca. 25 Minuten. Die Strecke nach Santander verkürzt sich von 89 km auf ca. 79 km (bei Ausstieg Santurtzi/Santurce).


Meine Empfehlung: Morgens um ca. 09:00 bis spätestens 10:00 Uhr mit der Metro bis Santurtzi (Ankunft ca. 25 Minuten später) und von da mit dem Rad bis zur Fähre von Laredo nach Santona auf der Halbinsel (El Puntal, siehe Wegplanung 1. Tag) und von Santona aus weiter nach Somo (siehe Wegplanung 1. Tag) und von da (Halbinsel, El Puntal) mit der Fähre rübersetzen nach Santander. Die Fähre in Laredo nach Santona soll angeblich alle 30 Minuten fahren, tatsächlich aber fährt sie wohl je nach Bedarf. In der Hauptzeit von Juni bis September von ca. 09:00 bis 21:00 Uhr, Mai/Oktober ca. bis 19:00 Uhr und außerhalb dieser Monate nur bis 14:00 Uhr. Die Fähre von Somo nach Santander fährt ca. alle 30-45 Minuten ab 08:00 bis 22:00 Uhr in der Hauptzeit, ansonsten nur bis 20:00 Uhr. Die Fähre von Laredo nach Santona hat keine richtige Anlegestelle: Warten sie einfach am Strand bzw. warten sie da, wo die meisten Leuten stehen. Dort stehen eigentlich immer welche die auf die Fähre warten


So habe ich es gemacht: Abfahrt mit dem Rad 9:30 Uhr ab Herberge Bilbao, Umweg über die Post weil ich noch was verschicken musste, dann zur Abando-Station und gegen kurz nach 12:00 in die Metro eingestiegen und bis nach Santurtzi gefahren und dann weiter nach Laredo und über die Fähren in Laredo und Somo bis nach Santander; Ankunft: 20:20. Dauer der Reise: ziemlich genau 8 Stunden ab Einstieg bei der Metro, wobei ich allerdings Glück hatte und nie länger als 5 Minuten auf eine der beide Fähren warten musste. Wenn sie Pech haben und die Fähre gerade verpasst haben, dann verlieren sie durch das Warten auf die nächste Fähre, schnell mal 30 Minuten (pro Fähre), so dass es u. U. sehr knapp werden kann, Santander noch vor Sonnenuntergang zu erreichen. Versuchen sie deshalb, anders als ich, deutlich vor 12 Uhr in Bilbao zu starten. Nehmen sie am besten spätestens um 10:30 die Metro. Dann haben sie mehr Reserven.